OpenDNS macht Browser smarter
geschrieben von Sebastian Bauer (augusto) am Donnerstag, 10. August 2006
Alltäglich kommen Internetnutzer mit DNS-Diensten in Berührung. Vor allem sicherlich durch das Besuchen von Webseiten. Jedesmal wenn eine Seite vom Browser aufgerufen wird wandelt dieser den angegebenen Namen in eine IP-Adresse um (natürlich werden Anfragen auch zwischengespeichert). Vertippt man sich wird man in der Regel nicht beim gewünschten Ziel ankommen. Auch weiß man oft nichts über die Vertrauenswürdigkeit der angeforderten Seite - eine Information die zu Zeiten von Phishing und Co. sehr interessant sein kann.
Hier kommt nun ein relativ neuer DNS-Dienst zum Einsatz welcher dem Anwender das Leben erleichtern will: OpenDNS.

Um den Dienst in Anspruch zu nehmen genügt es die Nameserver-Einstellungen auf die IPs von OpenDNS umzustellen. So einfach kann es manchmal sein.
Welchen Mehrwert erhält man?
Zum einen gibt es vor allem für das Aufrufen von Webseiten eine “Rechtschreibkorrektur”. Rufe ich z.B. http://blog.bauer-online.or/ auf wird automatisch die richtige Seite http://blog.bauer-online.org/ aufgerufen. Die Möglichkeiten der Korrektur sind natürlich eingeschränkt. Für normale Vertipper klappt es aber ziemlich gut. Kann eine Anfrage nicht korrigiert werden wird eine Suchseite mit möglichen Zielen angezeigt.
Auf der anderen Seite sollen die Anfragen über OpenDNS schneller zur Antwort führen. Da Nameserver-Anfragen in der Regel nur wenige Millisekunden benötigen ist das für mich kein echtes Argument. Ich würde die Verbesserung nicht wirklich bemerken.
Ein dritter Punkt ist jedoch sehr hilfreich: Schutz vor Phishing. OpenDNS kann automatisch eine Warnungsseite ausgeben, wenn die aufgerufene Seite als Phishing-Seite bekannt ist. Ein sehr gutes Feature. Über die Qualität kann ich jedoch (noch) keine Aussage machen.

OpenDNS soll vor Phishing-Seiten schützen.
In Bezug auf meinen Beitrag Anonymität immer relevanter? stell ich durch die Nutzung der zentralen DNS-Server natürlich all meine Informationen über besuchte Seiten einem einzelnen Dienst zur Verfügung. Aber man kann eindeutig nicht alles haben…
(via Paul Stamatiou)
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